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Sagrada Familia

Die Architektur

Die Sagrada Familia vereint Elemente des katalanischen Modernismus, der spanischen Spätgotik, des katalanischen Noucentisme und des Jugendstils. Obwohl der Bau der Kirche im Jugendstil begann, wird Gaudi zugeschrieben, den Jugendstil weit über die übliche Anwendung als Oberflächendekoration hinausgeführt zu haben.

Die Sagrada Familia war zwar nie als Kathedrale gedacht, war jedoch von der Größe einer Kathedrale entworfen worden. Die Breite der Sagrada Familia ist kürzer als die der meisten anderen Kathedralen in Europa, wodurch sich eine aufwendige Symphonie von Teilen abzeichnet, darunter zahlreiche Kirchtürme, drei Portale, Doppelschiffe und ein Chorumgang mit sieben Apsiskapellen.

Was diese Bauteile so interessant macht, ist, wie deutlich sie sich in ihrer Struktur sowie in den Verzierungen unterscheiden. Ein weiteres Highlight der Kirche sind die überdachten Passagen, die ein Rechteck um die Kirche bilden und durch die Kirchenvorhalle der drei Portale verlaufen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kirchen der Welt weist die Sagrada Familia auch keine exakten rechten Winkel im Innen- oder Außenbereich der Kirche sowie nur sehr wenige geraden Linien auf.

Bis zum heutigen Tage befindet sich die Kirche noch immer im Bau. Die für die Öffentlichkeit zugänglichen Bereiche erwecken den Eindruck eines geheimnisvollen Märchenschlosses mit Buntglasfenstern, die von Gewölbesäulen umrahmt werden, und mit einem aufwendig geschnitzten Deckengewölbe, das von Säulen getragen wird, die an Bäume erinnern.

Die Fassaden der Sagrada Familia

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Die Geburtsfassade

Die Geburtsfassade gehört neben der Glorien- und der Passionsfassade zu den einzigen Teilen der Sagrada Familia, die vollständig von Gaudi entworfen wurden. Die Fassade wurde zwischen 1894 und 1930 errichtet und ist zufällig der einzige Teil der Sagrada Familia, der zu Gaudis Lebzeiten fertiggestellt wurde. Die Geburtsfassade symbolisiert die Geburt Jesu. Für Gaudi steht diese Fassade außerdem für das Leben sowie die Schöpfung selbst. Deswegen hat Gaudi Verzierungen wie Tiere und Werkzeuge neben Symbolen wie dem Baum des Lebens in die Fassade aufgenommen.

Die Geburtsfassade ist nach Nordosten ausgerichtet und hat drei Eingänge, die die drei theologischen Werte repräsentieren: der Glaube ist auf der rechten Seite, die Nächstenliebe in der Mitte und die Hoffnung befindet sich zusammen mit der Tür Jesu und dem Baum des Lebens auf der linken Seite. Die Geburtsfassade gipfelt in vier Glockentürmen, die dem heiligen Barnabas, Matthäus, Judas und Simon gewidmet sind.

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Die Passionsfassade

Die Arbeiten an der Passionsfassade begannen 1954 und wurden 1976 abgeschlossen. Gaudis Zeichnungen dienten für den Bau als Vorlage. Nach der Fertigstellung der grundlegenden Bauarbeiten wurde mit den Verzierungsarbeiten begonnen. Die Passionsfassade ist der Passion Christi gewidmet, was durch das relativ schlichte Äußere der Fassade aus nacktem Stein verdeutlicht werden soll. Die Schnitzereien der Fassade weisen harte, gerade Linien auf, die den Knochen eines Skeletts ähneln.

Die Passionsfassade wird von sechs großen Säulen getragen, die an Stämme von Riesenmammutbäumen erinnern. An der Spitze dieser Säulen befindet sich ein pyramidenförmiger Giebel mit 18 knochenförmigen Säulen. Der Höhepunkt der Passionsfassade ist allerdings das große Kreuz mit Dornenkrone. Darüber hinaus wurden in die Fassade Szenen eingemeißelt, die in drei Abschnitte gegliedert sind: ganz unten wird die letzte Nacht Jesu vor der Kreuzigung dargestellt, in der Mitte ist das Golgatha Christi und ganz oben wird der Tod, das Begräbnis und die Auferstehung Christi verdeutlicht.

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Die Glorienfassade

Die Glorienfassade gilt als die wichtigste der drei Fassaden und bietet den Besuchern Zugang zum Hauptschiff der Basilika. Die Arbeiten an der Glorienfassade begannen erst im Jahr 2002 und zählen damit zu den jüngsten Ergänzungen des Bauvorgangs, die noch nicht sehr weit fortgeschritten sind.

Gaudi entwarf die Glorienfassade, um die unendliche Herrlichkeit Jesu und seinen Aufstieg in den Himmel zu veranschaulichen. Da sich Gaudi bewusst war, dass der Bau der Glorienfassade nicht zu seinen Lebzeiten abgeschlossen werden würde, zeichnete er nur einige wenige Skizzen von seiner allgemeine Vorstellung, wie er den Tod, das Jüngste Gericht, die Hölle und die Herrlichkeit visualisieren wollte. Obwohl die Bauarbeiten an der Glorienfassade noch nicht abgeschlossen wurde, ist dieser Turm bereits der größte Turm der Sagrada Familia.

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